Kink Aware Schwerpunkte
- Kink und Neurodivergenz (AD(H)S & Autismus)
- Sexualität & Trauma bei Neurodivergenz
- Trauma-informierte Arbeit mit Primal Play / Konsensualer Aggression
- Trauma-informierte Arbeit mit CNC (Consensual Non-Consent)
- Arbeit mit "(Ex-)Dominants" und/oder "(Ex-)Submissives" nach negativen (Beziehungs-/Spiel-)Erfahrungen
Primal Play & konsensuale Aggression
Primal Play und konsensuale Aggression gehören zu den körperorientierten, instinkt- und emotionsnahen Formen von Kink. Rohe Körperlichkeit, ohne viele Hilfsmittel oder vereinbarte Rituale. Sie aktivieren häufig Kraft, Rangdynamiken, Lautäußerungen, Kampf-/Bewegungsimpulse, jagen und gejagt werden, aber ohne Gewalt oder Übergriffe — alles basiert auf vorher vereinbartem Konsens und Regeln. Im Mittelpunkt stehen Authentizität, körperliche Präsenz, spielerische Wildheit und unmittelbarer Ausdruck, immer getragen von klaren Absprachen, gegenseitigem Vertrauen und einem sicheren Rahmen.
Trauma-informierte Arbeit mit Primal Play & konsensualer Aggression
In meiner Praxis biete ich eine spezialisierte, Trauma-informierte Begleitung für Menschen an, die im Rahmen von Primal Play oder konsensualer Aggression mit intensiven Körper- und Emotionszuständen spielen. Diese Ausdrucksformen können kraftvoll, befreiend und regulierend wirken – zugleich berühren sie häufig Themen wie Vertrauen, Kontrolle, Grenzen, Autonomie, Wutregulation und den Umgang mit eigener Stärke.
Ich unterstütze Klient*innen dabei, ihre Erfahrungen sicher und ohne Pathologisierung zu reflektieren, Körpersignale besser zu verstehen und zwischen ressourcenorientierter Aktivierung, Stressreaktionen und möglichen Triggern zu unterscheiden.
Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung, Entlastung von Scham, Stärkung von Selbstwirksamkeit sowie eine klare, wertschätzende therapeutische Rahmung. Mein Ansatz verbindet fachlich fundiertes Trauma-Verständnis mit kink-kompetenter Haltung – für Menschen, die einen sensiblen, respektvollen Raum für diese Themen benötigen.
CNC - Consensual Non-Consent
Consensual Non-Consent bezeichnet vereinbarte, klar gerahmte Interaktionen, in denen Elemente von Kontrollabgabe, Überraschung oder Machtasymmetrie exploriert werden — jedoch ausschließlich innerhalb von eindeutigem, vorher festgelegtem Konsens. Es geht um ein einvernehmlich geplantes Szenario mit inszenierter Grenzüberschreitung. Es handelt sich um ein hochgradig kontrolliertes, bewusst verhandeltes Format, das ausschließlich innerhalb klar verhandelter Grenzen, Regeln und Sicherheitsmechanismen stattfinden kann und das auf tiefem Vertrauen, Klarheit und gegenseitiger Achtsamkeit beruht. Im Mittelpunkt stehen Transparenz und ein stabiler Konsens, während intensivierte Dynamiken oder asymmetrische Rollen spielerisch erkundet werden. CNC betont Verantwortung, sichere Rahmenbedingungen und die freie Entscheidung aller Beteiligten. CNC schafft für viele Menschen einen Raum, in dem Nähe, Hingabe und Verantwortung auf besondere Weise miteinander verbunden sind.
Therapeutisch relevant ist CNC vor allem, weil es intensive psychische und körpernahe Reaktionen ansprechen kann, die in Verbindung stehen mit Themen wie Vertrauen, Selbstbestimmung, Kontrolle, Autonomie, Grenzsetzung und Identität.
Trauma-informierte Arbeit mit Consensual Non-Consent (CNC)
Ich biete eine sensible, fachlich fundierte Begleitung für Menschen an, die konsensuale Macht- und Kontrollabgabe in ihren Beziehungen oder in ihrem Kink-Kontext erkunden (wollen). Im therapeutischen Prozess stehen nicht Inhalte oder Praktiken im Vordergrund, sondern die persönliche/individuelle Bedeutung dieser Spielart: Vertrauen, Selbstbestimmung, Grenzen, Regulationsfähigkeit und die reflektierte Gestaltung freiwilliger Kontrollabgabe. Gemeinsam klären wir, welche Funktionen CNC für die Person erfüllt, wie Konsens geschützt wird und wie sich intensive körperliche und emotionale Zustände sicher einordnen lassen. Ich arbeite klar entpathologisierend, ressourcenorientiert und Trauma-informiert, um Scham zu reduzieren, Autonomie zu stärken und sichere innere Orientierung zu fördern.